Reisen

Mit dem Van durch die Bretagne

In den letzten Monaten haben wir immer öfter Reiseberichte oder Videos aus der Bretagne gesehen. Das hat Lust auf einen Urlaub dort gemacht und so stand schnell fest, dass die erste größere Tour mit unserem neuen Van nach Frankreich geht. Leider sah bis kurz vor der geplanten Abfahrt das Wetter dort gar nicht so gut aus. Aber wir hatten uns schon festgelegt und alle anderen Ziele wären nur die zweite Wahl gewesen. Also geht es an Christi Himmelfahrt um 8 Uhr los.

Yport

Es ist erstaunlich wenig Verkehr, und so sind wir um halb fünf schon an unserem ersten Ziel in Yport am Ärmelkanal. Denn wir wollten unbedingt am ersten Tag schon ans Wasser. Yport liegt noch in der Normandie, bietet mit seinen steilen Klippen aber schon einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf die raue Küstenlandschaft, die uns am Atlantik erwartet.

Kreidefelsen am Strand von Yport

Wir finden einen netten kleinen Campingplatz oberhalb des Ortes und bei doch gar nicht so schlechtem Wetter genießen wir die ersten Sonnenstrahlen am Meer. Für unser Abendessen bleiben wir direkt am Wasser und so bleibt die Sprinter-Küche heute kalt. Auf dem Rückweg zum Van fängt es aber doch leicht an zu nieseln und es wird deutlich kühler, so dass wir dann doch mal die Heizung anmachen.

Étretat & Trouville-sur-Mer

Der nächste Morgen empfängt uns dann aber wieder mit strahlendem Sonnenschein. Wir fahren nur ein kleines Stückchen weiter nach Étretat. Dort wollen wir einen Blick auf die berühmten Kreidefelsen werfen. Für die beste Aussicht müssen wir rauf auf die Klippen. Von hier aus kann man erst die ganze Pracht der Felsbögen erkennen, für die jedes Jahr etliche Touristen herkommen. Und auch auf uns haben diese Wunder der Natur ihre Wirkung. Man ist wirklich sprachlos bei dem Anblick.

Falaise d’Aval

Noch ein klein wenig weiter liegt der Ort Trouville-sur-Mer, ein ehemaliges Seebad der Reichen und Schönen. Wir bummeln ein wenig durch die Stadt und trinken in einem der vielen Cafés einen Kaffee, bevor es an der Küste noch ein kleines Stück weiter geht.

Mont Saint Michel

Moint Saint Michel gehört zwar offiziell noch zur Normandie, bildet aber qasi das Eingangstor zur Bretagne. Die Bretonen sagen sogar, eigentlich liegt der Mont Saint Michel in der Bretagne. Das lassen wir einfach mal so stehen.

Der Mont Saint Michel

Wir wollen zwei Tage bleiben, damit wir genug Zeit für die kleine Insel haben. Der Campingplatz liegt optimal mitten in dem kleinen Ort La Caserne, von wo aus auch die Shuttlebusse fahren.

Unser Stellplatz am Mont Saint Michel

In der Nacht regnet es doch tatsächlich, aber am nächsten Morgen scheint zum Glück wieder die Sonne. Wir nehmen einen der Shuttlebusse, der uns in wenigen Minuten bis auf die Insel bringt. Es ist natürlich voll. Trotz der Nebensaison zwängen sich jede Menge Menschen durch die enge Gasse mit ihren vielen Restaurants und Souvenir-Geschäften hoch zur Abtei.

Menschenmassen auf dem Weg zur Abtei

Für die Insel selber bezahlt man keinen Eintritt, nur der Besuch der Abtei kostet Geld. Susanne hat vorab online Tickes gekauft, so dass wir nicht in der Schlange stehen müssen. Und in der Abtei ist es zum Glück nicht ganz so voll wie in den Gassen unterhalb.

Die Abtei ist wirklich beeindruckend. Wir buchen einen Audioguide, der uns einiges über die Abtei und seine Bewohner erzählt. Den Guide gibt es für einen geringen Mehrpreis, und er läuft dann auf dem Smartphone. Also an Kopfhörer denken! Man verlässt die Abtei durch einen kleinen Garten, um sich dann wieder ins Getümmel zu stürzen.

Die Abtei auf Mont Saint Michel

Und auch wir können, wie so viele andere Touristen, nicht an den Imbissständen vorbeigehen und genießen unseren ersten Crêpe mit Karamellcreme. Lecker!

Den Weg zurück geht es dann aber zu Fuß, damit wir noch etwas von dem Blick auf die Insel haben. Denn eigentlich ist die Insel selber das größte Highlight. Und so geht es nach dem Abendessen nochmal zur Brücke, die Mont Saint Michel mit dem Festland verbindet, um ein paar Fotos in der Abendstimmung zu machen.

Mont Saint Michel bei Nacht

Als wir am nächsten Morgen weiterfahren wollen, gibt es an der Ausfahrtsschranke eine kleine Überraschung: denn man zahlt pro Tag eine Pauschale, wenn man in den Ort hineinfährt. Und zwar stolze 11,50 Euro! Das wussten wir vorher nicht. Und damit war dann der Campingplatz auf einmal gar nicht mehr so günstig.

Dinard & Saint Malo

Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichen wir Dinard. Hier bekommen wir einen schönen Stellplatz mit Meerblick. Von hier geht es zu Fuß in den Hafen, von wo aus wir ein Boot nach Saint Malo nehmen. Denn parken kann man dort nicht besonders gut. Zudem bringt uns das Boot direkt an die Stadtmauer. Und so sind wir nach einer kurzen und schaukeligen Fahrt bei strahlendem Sonnenschein in Saint Malo. Aber vor allem sind wir jetzt wirklich in der Bretagne.

Blick auf Saint Malo vom Boot aus

Saint Malo, oder besser die Altstadt Intra-Muros, hat eine über 500jährige Geschichte. Und das spürt man an jeder Ecke. Viel Granitstein wurde verbaut und die Stadtmauern wirken unbezwingbar. Und doch sind die kleinen Gassen und Plätzte sehr gemütlich, was sicher daran liegt, dass um diese Zeit noch nicht so viel los ist.

Die Altstadt von Saint Malo

Wir bummeln ein wenig durch die Straßen, bevor wir uns mit einem Galette und einem Glas Cidre stärken. Zurück geht es dann wieder mit dem Boot.

Wieder zurück in Dinard, schauen wir uns auch dieses kleine Örtchen an. Und da der Weg zum Stellplatz noch ganz schön weit ist, machen wir noch eine Kaffeepause mitten im Ort.

Fort la Latte & Phare du Cap Fréhel 

Am nächsten Tag geht es weiter zum Fort la Latte. Schon seit 1340 steht diese Burg an der Küste des Atlantiks und bietet, nach langjährigen Restaurierungen, einen schönen Eindruck davon, wie man hier früher gelebt hat. Es finden sich viele Nachbauten von Gerätschaften und Kanonen, dazu jede Menge Erklärungstafeln. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Das Fort la Latte

Von hier aus wollen wir zum Phare du Cap Fréhel wandern. Der Weg verläuft entlang der Küste auf dem GR34, dem 2.000 Kilometer langen Zöllnerpfad.

Auf dem Zöllnerpfad

Dieser bietet immer wieder schöne Ausblicke auf die schroffe Küste und die Granitfelsen.

Am Leuchtturm angekommen, wollen wir natürlich auch rauf. Und von dort bietet sich ein toller Blick zur Burg, aber auch über die Küstenlandschaft.

Der Leuchtturm am Cap Fréhel 

Zurück geht es den gleichen Weg, so dass wir nach insgesamt etwa 11 Kilometern wieder am Van ankommen.

Gesamtstrecke: 10.65 km
Gesamtanstieg: 135 m
Download file: Phare-du-Cap-Frehel.gpx

Wir fahren weiter nach Plevenon und bekommen auf dem Camping municipal du Pont de l’étang ein schönes Plätzchen mit Blick aufs Wasser.

Unser Stellplatz am Camping Municipal du Pont de l’Ètang

Erquy, Perros-Guirec & Ploumanac’h

Am nächsten Tag geht es nach Erquy. Dieses Dorf soll angeblich die Vorlage für das gallische Dorf bei Asterix und Obelix sein. Wir konnten keine Gemeinsamkeiten feststellen, daher ging es nach einen kurzen Sparziergang zum Strand und einem Einkaufsstopp weiter entlang der Küste.

In Perros-Guirec machen wir einen kurzen Halt und essen eine Kleinigkeit. Dann geht es schon weiter Richtung Ploumanac’h, wo wir in Tregastel einen sehr schönen Campingplatz finden. Nach einem Kaffee in der Sonne bei 18 Grad unternehmen wir einen kleinen Spaziergang zum Meer. Hier liegt übrigens eine kleine Insel mit einem Schloss, welches aktuell noch Dieter Hallervorden gehört. Er will es aber wohl verkaufen. Da wir keine 9,5 Millionen Euro zu viel haben, geht es dann doch zum Sprinter zurück.

Die Küste in Ploumanac’h

Heute geht machen wir eine kleine Wanderung entlang der Küste bis zum Leuchttum Phare de Ploumanac’h. Die Rosa Granitküste, wie diese Ecke hier heißt, macht ihrem Namen alle Ehre. Riesige Steine in allen möglichen Rosa- und Rottönen säumen das Ufer. Manche so groß wie ein Haus! Leider lässt sich das auf Fotos gar nicht so gut einfangen.

Der Leuchttum Phare de Ploumanac’h.
Gesamtstrecke: 7.63 km
Gesamtanstieg: 49 m
Download file: Ploumanach.gpx

Auf dem Rückweg halten wir im Ort für ein kleines Mittagessen in der Sonne, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Campingplatz machen.

Île Renote

Die Highlights sind in der Bretagne nicht weit auseinander. Und so sind es wieder nur ein paar Kilometer zum nächsten Stopp an der Île Renote. Auch hier soweit das Auge reicht überall Steine.

Manche Steine haben sogar Namen: La Palette du Peintre (Die Malerpalette)

Und wenn wir schon bei Steinen sind, halten wir auf unserem weiteren Weg auch noch an einem kleinen Hügelgrab und einem Menhir, bevor wir den nächsten Campingplatz ansteuern. Auf dem städtischen Platz in Locquirec bekommen wir einen Stellplatz direkt hinter einen kleinen Düne mit Blick aufs Meer.

Unser Stellplatz direkt am Strand von Loquirec

So können wir nach dem Abendessen noch einen ausgiebigen Spaziergang machen, der uns „zufällig“ am Restaurant des Campingplatzes vorbeiführt, wo es gerade noch den letzten Aperol Spritz des Tages gibt. Zufälle gibt es…

Concarneau

Wir wollen weiter Richtung Süden, also machen wir uns auf die etwa zweistündige Fahrt nach Concarneau. Natürlich halten wir in Quimper bei Armor Lux an und decken uns mit bretonischer Kleidung ein. Es wird also quer gestreift.

Nachdem wir pflichtgemäß am L’Amiral in Concarneau vorbeigeschaut haben, geht es in die Altstadt. Die ist wirklich lohnenswert, Susanne findet sogar in einem kleinen Pflanzenladen eine schicke Tillandsie für den Sprinter. Den Ort Concarneau kenn man vielleicht aus der Krimiserie mit Kommissar Dupin.

Ville Close in Concarneau

Danach steuern wir den Campingplatz Les Sables Blancs an. Abends essen wir im Restaurant des Campingplatzes und lassen den Tag mit einem kleinen Lagerfeuer aus der Dose vorm Sprinter ausklingen.

Pont Aven & Quiberon

Unser nächstes Ziel ist Pont Aven. Die Stadt ist bekannt für ihre vielen Kunstgalerien. Auch hier bummeln wir bei Sonnenschein durch die Gassen und shoppen noch ein wenig.

Kunstgalerien in Pont Aven

Weiter geht’s nach Quiberon, wo wir am Strand Limonade und Kaffee genießen. Hier ist alles sehr auf Touristen eingestellt und, obwohl die Saison noch gar nicht richtig begonnen hat, ist es schon recht voll. Möchte mir nicht ausmalen, wie das im Juli oder August ist.

Am Strand von Quiberon

Carnac

Für uns geht es weiter nach Carnac, wo wir einen sehr schönen Campingplatz unweit der Küste finden. Der gefällt uns so gut, dass wir drei Nächte bleiben.

Am nächsten Tag ist Markt in Carnac und wir beschließen dorthin zu Fuß zu gehen. Vielleicht gar nicht so eine gute Idee bei der Hitze. Aber der Markt belohnt uns für die Anstrengungen. Es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt. Lebensmittel, vor allem Meerestiere, aber auch Kleidung, Schmuck und Hausrat wird angeboten. Wir kaufen ein paar Dinge für unser Abendessen ein und bummeln danach noch durch die Stadt. Aber es ist wirklich sehr heiß und so suchen wir uns ein kleines Restaurant, wo wir drinnen sitzen können und stärken uns mit Crepes. Und dann müssen wir ja noch durch die Hitze wieder zurück zum Sprinter…

Auf dem Wochenmarkt in Carnac

Am Nachmittag geht es dann ans Meer. Durch die starken Gezeitenströmungen ist das Meer leider nochmal einen halben Kilometer Fußmarsch vom Strand entfernt. Egal, wir wollen die Füße ins Wasser stecken. Susanne geht sogar kurz schwimmen. Das Wasser hat allerdings nur etwa 17 Grad. Das ist mir auf jeden Fall zu kalt.

Mit dem Füßen im Atlantik

Am nächsten Tag geht es mit dem Sprinter zu dem großen Megalithenfeld von Carnac. Aber auch heute ist es wieder heiß, so dass wir uns nicht jeden einzelnen der Steine anschauen. Beeindruckend ist es schon, die vielen Steine in schnurgraden Reihen stehen zu sehen. Und nach wie vor weiß niemand, welchem Zweck die Steine hatten.

Menhire von Carnac

Zum Mittagessen geht es nach Trinité-sur-Mer und danach wieder zum Campingplatz, wo wir uns von der Hitze etwas erholen.

Lanildut

Der Süden ist uns zu heiß und so fahren wir wieder Richtung Norden. Hier soll es in den kommenden Tage etwas kühler sein. Google führt uns mitten durch Brest hindurch, wir halten hier aber nicht an, denn wir wollen zum Leuchtturm Phare Saint-Mathieu. Die Anlage besteht, neben dem Leuchtturm, noch aus den Resten einer Abtei.

Der Leuchtturm Phare Saint-Mathieu und die Reste der Abtei

Mit dem Phare de Kermorvan wartet ein paar Kilometer weiter auch schon der nächste Leuchtturm auf uns.

Der Leuchtturm Phare de Kermorvan

Die Nacht verbringen wir auf einem Campingplatz in Lanildut.

Ménéham

Nach einem kurzen Stopp an den Menhirs de Kergadiou geht es nach Ménéham. Dort gibt es einen recht schönen Aire de Camping-car, von dem man fußläufig das historische Dorf erreichen kann. Das Dorf ist zwar recht klein, aber es gibt ein paar kleine Ateliers mit allerlei Handwerkskunst und vor allem ein kleines Restaurant.

Das alte Dorf Ménéham

In dem Restaurant gibt es für uns endlich mal Muscheln. Dazu trinken wir ein Gläschen Cremant und am Ende gibt es sogar noch einen Nachtisch. Und zwar einen Kouign-amann. Das ist ein buttriger Blätterteigkuchen. Sehr lecker! Nach ein paar eindrucksvollen Fotos des Dorfes geht es wieder zurück zum Sprinter.

Endlich Moules frites!

Da das Meer nur ein paar Meter entfernt ist, setzen wir uns am Abend auf die Düne und schauen uns einen traumhaft kitschigen Sonnenuntergang an.

Plougrescant

Weiter geht es am nächsten Morgen nach Tréguier, wo wir uns die Kathedrale anschauen. Für den Rest des Städtchens ist es uns aber zu warm. Und so geht es weiter nach Le Gouffre de Plougrescant. Dort findet sich ein berühmtes Fotomotiv, nämlich ein Haus zwischen zwei riesigen Felsen. Das Haus wurde damals als Zöllnerhaus gebaut und ist tatsächlich noch immer bewohnt.

Das berühmte Zöllnerhaus Le Gouffre de Plougrescant

Ein paar Kilometer weiter finden wir am dem Camping Municipal de Beg Ar Vilin unseren Platz für die Nacht.

Cancale

Da hier in der Gegend die besten Austern Frankreichs herkommen, wollen wir uns das zumindest einmal ansehen. Also auf nach Cancale zum Austernmarkt. Dort finden sich direkt am Meer ein paar Marktstände, an denen man frische Austern direkt von den Austernfarmern bekommen kann. Daneben noch einen Stand mit Wein. Also alles, was man so braucht.

Einer der Stände auf dem Austernmarkt

Wir entscheiden uns gegen Austern. Aber schön anzusehen ist das auf jeden Fall. Ganz interessant ist, dass man die leeren Austernschalen an den Strand werfen soll. Ist immerhin Bio.

Die Austernbänke und der Strand mit etlichen Austernschalen

Wir bleiben noch zum Mittagessen in der Stadt, bevor wir weiter zum Camping Grouin fahren.

Honfleur

Am nächsten Tag geht es in Richtung Heimat. Wir machen noch einen Stopp in Honfleur in der Normandie und übernachten auf dem Campingplatz Les Bruyéres en Normandie.

Les Voyageurs von Bruno Catalano in Honfleur

Damit geht dann auch diese Reise zu Ende und wir kommen Sonntags gegen halb sechs wieder zu Hause an.

Reisetipps für die Bretagne

Unser Sprinter hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 4,1 Tonnen. Damit müssten wir, wenn wir in Frankreich unterwegs sind, insgesamt drei Schilder an unserem Van anbringen, die auf die toten Winkel hinweisen. Gekauft hatte ich diese Schilder in einer magnetischen Version bereits für unseren Kurztripp in die Vogesen. Aber schon dort haben wir bemerkt, dass es für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen viele Einschränkungen gibt. Da unser Sprinter insgesamt aber nur 3,5 Tonnen wiegt, haben wir diesmal die Schilder weggelassen. Das soll kein Ratschlag sein das ebenfalls zu tun, denn wenn man erwischt wird, kostet das einige Euro. Uns hat es das Leben ein wenig einfacher gemacht, insbesondere, da man unserem Van nicht ansieht, dass wir so schwer sind.

In Frankreich gilt auf vielen Autobahnabschnitten Maut. Wir nutzen dafür einen Mautbox von Fulli. Damit spart man sich das lästige Anstellen an den Mautstationen. Die Autobahnen in der Bretagne sind übrigens mautfrei!

Wer mit dem Camper unterwegs ist, muss naturgemäß auch irgendwann mal tanken. Das geht, unserer Erfahrung nach, am besten an den Tankstellen größerer Supermärkte. Dort hatten wir die günstigsten Spritpreise gefunden.

Die Franzosen campen gerne. Das merkt man alleine schon daran, dass es überall Campingplätze oder Stellplätze gibt. Auch ist die Ver- und Entsorgung oft an Tankstellen möglich. Zudem betreiben Städte und Kommunen oft eigene Campingplätze. Die sind meist sogar sehr gut und liegen in der Nähe der Innenstädte oder direkt am Meer. Allgemein muss man aber sagen, dass es ein zwei Dinge gibt, die man vorher bei mehr oder weniger allen Campingplätzen in Frankreich wissen sollte: es gibt Wifi oft nur direkt an der Rezeption. Und dann meist nicht gerade schnell. Die sanitären Einrichtung sind zwar meist sauber, aber der Standard ist eher einfach. So gibt es, wie fast überall in den südlichen Ländern, weder Toilettenpapier noch Klobrillen. Auch die Duschen bieten oft nur eine Temperatur.

Irgendwann muss jeder mal seine Vorräte aufstocken und dafür einen Supermarkt ansteuern. Idealerweise nimmt man dafür einen etwas größeren Supermarkt, damit man den Camper dort auch gut parken kann. Wir haben recht gute Erfahrungen mit Intermarche und Super U gemacht. E Leclerc hat uns nicht so gut gefallen. Die Supermärkte liegen dabei oft direkt am Ortseingang (oder Ausgang) in einem kleinen Gewerbegebiet. Man hat also auch oft einen Baumarkt oder ein paar weitere Geschäfte mit dabei.

Fazit

Die Bretagne war uns bisher oft zu unsicher was das Wetter angeht. Denn die Vorstellung, zwei Wochen bei Regen im Camper zu verbringen, ist nicht gerade schön. Aber zum einen ist das mit dem schlechten Wetter wahrscheinlich ein Gerücht und vor allem verpasst man etwas. Denn die Bretagne ist ein wunderbares Reiseziel. Gerade die schroffe Landschaft im Norden hat es uns sehr angetan. Dazu hatten wir das Gefühl, dass es hier nicht ganz so teuer ist wie im Rest von Frankreich. Wir kommen also auf jeden Fall wieder.

Unnützes Wissen 

Gefahrene Kilometer2.954 Kilometer gefahren
Übernachtungen17 Übernachtungen
ReisezeitMai 2026
Wanderungen11 & 8 Kilometer
Wilde Tiere1 Hase, 1 Kuckuck
Lagerfeuer1
Kniffel-PartienQwixx: 1 : 1

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