Ein Wochenende in der Rhön
Wenn man einen neuen Camper kauft, gibt es immer ein paar Kleinigkeiten, die noch nicht zu 100% funktionieren. Sollte zwar nicht so sein, aber wo Menschen arbeiten, passieren nun mal Fehler. Diese Dinge möchten wir gerne beim Hersteller direkt in Ordnung bringen lassen, und nicht zum einem Servicepartner fahren. Und so können wir das auch direkt mit einem Wochenende in der Rhön verbinden.
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Wir haben einen Termin an einem Freitag um 11 Uhr bekommen. Also geht es bei uns um 7 Uhr los. Eigentlich sollten wir nur etwa drei Stunden brauchen, aber der Verkehr ist in den Sommerferien doch stärker als erwartet. Dank des Puffers von einer Stunde kommen wir einigermaßen pünktlich in Schondra, dem Firmensitz von Rhön Camp, an.
Nach etwa zweieinhalb Stunden bekommen wir unseren Sprinter schon wieder und die Mängel sind behoben. Im Detail ging es um diese Punkte:
- Der Ladebooster war defekt und wurde getauscht
- Das Heizungsdisplay hat ein wenig gewackelt
- Die LED-Streifen über dem Bett waren lose
- Ein Schrankverschluss klemmte manchmal

Dazu kamen noch ein paar Fragen, die man am besten im persönlichen Gespräch mit den Technikern klärt.
Alles in allem gar nicht so schlimm, aber natürlich trotzdem nervig aufgrund unserer langen Anfahrt. Zum Glück geht es schnell, so dass wir uns weiter auf den Weg in Richtung Hammelburg machen können.
Hammelburg
Hammelburg liegt nur etwa eine halbe Stunde von Schondra entfernt. Unser Ziel ist dort das Schloss Saaleck mit dem dazugehörigen Weingut Lange. Dort kann man auf dem Weingut direkt neben dem Schloss mit dem Camper übernachten.
Aber erstmal gehen wir noch ein paar Dinge einkaufen, bevor es die steile und kurvenreiche Straße zum Schloss hinaufgeht. Der Stellplatz bietet nicht nur ein WC, sondern auch eine nett gestaltete Terrasse, auf dem man sich die Leckereien aus dem Brotzeitstüble schmecken lassen kann. In dem kleinen Häuschen bekommt man neben dem Wein des Weinguts auch regionale Spezialitäten. Und vor allem bekommt man Eis. Es ist nämlich mit 30 Grad sehr warm.

Nach einem schönen Abend mit Lagerfeuer vorm Sprinter und einer ruhigen Nacht geht es am nächsten Morgen erst einmal hinunter nach Hammelburg.

Ein kurzer Spaziergang durch den etwas verschlafenen Ort reicht uns, dann machen wir uns wieder hinauf Richtung Schloss, biegen aber kurz vorher zu einer Wanderung durch den Wald und die Weinberge ab.


Unterwegs sehen wir doch tatsächlich insgesamt sechs Milane über einem Feld! Sehr beeindruckend.

Es gibt zum Glück immer wieder schattige Passagen, denn die Sonne brennt schon ordentlich vom Himmel. So sind wir heilfroh, nach insgesamt 11 Kilometern wieder am Stellplatz anzukommen.
Gesamtanstieg: 258 m
Schloss Saaleck
Nachdem wir uns im Schatten des Sprinters ein wenig erholt haben, geht es die paar Schritte zum Schloss Saaleck.
Der Ursprung des Schlosses stammt aus dem Mittelalter, genau wie der einzig noch erhalten Teil aus dieser Zeit, der Bergfried. Der Rest der Anlage stammt aus der Zeit zwischen 1644 bis 1667. Heute wird das Schloss überwiegend für Veranstaltungen genutzt.

Auf den 22 Meter hohen Bergfried darf man tagsüber kostenlos rauf. Der Aufstieg lohnt sich, denn der Blick über die leicht hügelige Landschaft des Saaletals und auf Hammelburg ist wirklich schön.

Wir lassen den Abend wieder am Lagerfeuer ausklingen und machen uns am nächsten Morgen wieder auf den Weg nach Hause.
Fazit
Viel haben wir natürlich nicht gesehen von der Rhön. Aber das, was wir gesehen haben, hat uns gut gefallen. Und da wir gerne wandern, werden wir der Region sicher nochmal einen Besuch abstatten. Dann hoffentlich ohne Umweg über Rhön Camp.
Unnützes Wissen
![]() | 579 Kilometer gefahren |
![]() | 2 Übernachtungen |
![]() | Juli 2026 |
![]() | 11 Kilometer |
![]() | 6 Milane |
![]() | 2 |
![]() | – |
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