Dies & Das

Bye bye Bulli, welcome Sprinter

Vor knapp fünf Jahren haben wir unseren Bulli bekommen. Vorher hatten wir uns intensiv mit allen Arten von Campingfahrzeugen auseinandergesetzt. Als sich dann der VW California immer mehr herauskristallisierte, haben wir uns bei Roadsurfer für eine Woche einen California gemietet und sind damit ins Allgäu gefahren.

Schlußendlich war dann der California für uns die ideale Lösung. Vor allem, da wir damit ein Auto ersetzen wollten. Das wäre, zumindest nach damaligen Stand, mit einem größeren Fahrzeug nicht möglich gewesen. Im März 2021 haben wir dann unseren Bulli in Hannover abgeholt.

Das erste Foto vom Bulli in Hannover

Zahlen, Daten, Fakten

In knapp fünf Jahren haben wir mit dem Bulli gut 47.000 Kilometer zurückgelegt. Dabei haben wir auf 27 Touren 15 Länder bereist und insgesamt 264 Nächte im Auto geschlafen.

Mit dem Fahrzeug selber gab es nie irgendwelche Probleme. Mit dem Campingausbau schon ein paar. Und da waren die von uns aufgesuchten VW California Spezialisten leider meistens eine große Enttäuschung.

Der Verbrauch war für so ein großes und schweres Auto mit durchschnittlich 7,5 Litern Diesel auf 100 Kilometern hervorragend niedrig.

Unsere Reisen

Im Gedächtnis bleiben natürlich die vielen Erlebnisse, die wir mit dem Bulli verbinden. Allen voran unser fünfmonatiges Sabbatical 2022. Aber auch die kleinen Touren und die Treffen mit Menschen, die wir durch dieses Auto kennengelernt haben, sind unvergesslich.

Unser Bulli am Strand in Dänemark

Dazu hat der Bulli immer alles mitgemacht. Von staubigen Wegen in Portugal über verschlammte Straßen in Norwegen war dem Bulli kein Weg zu schwer.

Ein neuer Gefährte muss her

Aber gerade auf unserer letzten größeren Tour durch Schottland ist uns aber doch mal wieder aufgefallen, dass wir gerne ein wenig mehr Autarkie hätten. Es gab so viele schöne Stellen, wo man hätte übernachten können, wenn man doch nur ein klein wenig mehr Komfort, sprich WC und Dusche, an Bord hätte.

Natürlich kann man auch mit dem Bulli in der freien Natur stehen. Aber wir haben keine Dusche dabei, das Klo muss dann ins Zelt neben den Bulli, und wenn es regnet und stürmt, ist das Aufstelldach wenig komfortabel.

Da wir seit Corona aber nun nicht mehr unbedingt zwei Autos benötigen, wäre ein Kastenwagen wieder eine Möglichkeit. Also sind wir 2025 im September auf den Caravan Salon nach Düsseldorf gefahren mit einer Liste der in Frage kommenden Kandidaten.

Unsere Wunschliste

Wir hatten uns im Vorfeld schon ein paar Kastenwagen im Internet angeschaut und auch eine Liste der Dinge erstellt, die für uns wichtig waren. Das ist schnell aufgezählt:

  • Maximal 6 Meter lang
  • Stehhöhe für mich (also mindestens 190 cm)
  • Bettlänge 2 Meter
  • Dieselheizung
  • Kein Chemieklo, sondern eine Trockentrenntoilette
  • Kühlschrank möglichst auch von aussen bei geöffneter Schiebetür zu erreichen
  • Gerne mit Allrad

Da wird die Luft allerdings schnell dünn. Fiat, Citroen und Peugeot scheiden aus, da nicht genug Stehhöhe. Bleiben nur noch VW, MAN und Mercedes übrig. Es gehen zwar immer mehr Ausbauer auf diese Hersteller über, aber in Summe ist die Auswahl doch um einiges kleiner als bei einem klassischen Ducato und Co. Die meisten Fahrzeuge haben zudem Chemietoiletten, die man teuer umrüsten müsste.

Rhön Camp

Einen Hersteller gibt es aber, der alle unsere Wünsche erfüllen kann: Rhön Camp. Hier hatten wir schon auf der Webseite gesehen, dass es da unseren Traum-Camper gibt. Leider auch für einen stolzen Preis. Wenn man dann aber auf der Messe das erste Mal ein Fahrzeug live sieht und sich von der Verarbeitung ein Bild machen kann, ist man schnell überzeugt. Wir waren es zumindest.

Nach dem Caravon Salon haben wir lange hin und her überlegt, uns dann aber doch entschlossen, einen Termin bei Rhön Camp zu vereinbaren und uns im Werk beraten zu lassen.

Und so haben wir dann unseren Rhön Camp im Oktober 2025 bestellt. Das Basisfahrzeug stand schon am Lager, es fehlte „nur noch“ der Ausbau.

Force 4×4

Entschieden haben wir uns für das Modell Force 4×4. Basis ist ein Mercedes Sprinter mit Allrad und 6 Metern Länge.

Unser neuer Camper

An Bord befindet sich eine 300 Ah Lithium-Batterie, ein 250 Watt Solarpanel, ein 105 Liter Frischwassertank, eine Dieselheizung und die gewünschte Trockentrenntoilette. Gekocht wird mit Gas, und es gibt natürlich auch warmes Wasser zum Duschen.

Wir sind sehr gespannt, ob „der Neue“ unsere Erwartung erfüllen kann. Ihr werdet es hier im Blog sicher nachlesen, denn auch wenn der Bulli Geschichte ist, schreiben wir unserer Geschichten natürlich weiter.

Unser Blog

Und auch die Adresse unseres Blogs musste sich ändern. Aus Stad-Land-Bulli.de wurde Stadt-Land-Abenteuer.de. Also bitte nicht wundern, dass die Benachrichtigungen über neue Beiträge von einer anderen Adresse kommen.

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